Katers TÜV Vorbereitungen 2020 Teil 2 Injektoren-Lektüre

Soo.. letztes WE war es dann soweit. Endlich neue Technik aus probieren😍.

Also ran gemacht… und Oszi angeschlossen. Und schon den ersten Frust erlebt. Messspitzen setzten ist gar nicht so einfach wie gedacht. Wir haben gut 1h gebraucht um alle Sensor Signale zu bekommen.
Aber eeeegaaall… Man muss ja auch noch lernen dürfen😉
Da wir ja nur eine Batterieladung zum probieren hatten, haben wir dann auch gleich noch die Röhrchen für die Rücklauf Kontrolle angebracht.
Nach 1,5h stand der Prüfaubau und das sah bis dahin alles schon echt Professionell aus…

OK… der Halter für die Prüf-Röhrchen ist zugegebener Maßen noch improvisiert. Aber völlig ausreichend!
Ja, Signale sind da…(in dem Fall geplant: Anlasser-Strom + Rail-Drucksensor + Magnetventil Injektor 1 Zyl.)

Also, los… Becki rin ins Auto, Chefin drückt den Record Knopf uffm Oszi und nimmt gespannt die Kamera inne Hand, um die Befüllung der Röhrchen zu beobachten. Becki soll starten. Aber VORSICHT! Nicht länger als 10sek. den Anlasser rödeln!
Leider war die Batterie halb tot daher konnten wir nur 3 x Rödeln. 😣Ergebnis trotzdem aussagekräftig:

Die roten Striche zeigen die unterschiedlichen Stände des Diesels in den Röhrchen.

Trotz des nur kurzen Versuches ist erkennbar. Der erste Injektor spuckt wesentlich mehr Diesel in den Rücklauf als die anderen. Ergo stimmt bei dem was nicht.
Dummerweise hat das mit dem Speichern der Oszilloskop Werte nicht funktioniert.😖 Chefin war anscheinend zu dämlich die Software korrekt zu bedienen 😝
Aber zum Glück hat der Rücklaufmengentest ja einen Fehler aufgezeigt.
Also Injektor Nr. 1 ausbauen und reinigen!

Injektor draußen, Drinnen Bäh…
Spitze des Einspritzventils zwar nicht super schön, aber weniger verkokt als gedacht.
Nach’m reinigen wieder fast Hübsch 🙂
Auch die Aufnahme ist wieder schick

Also alle wieder zusammen gebaut. Mit Starthilfe wieder versucht zu starten, uuunnnnddd……
nix.😩
Also nochmal Röhrchen dran und geguckt. Gleiches Bild wie vorher. Reinigen hat nix weiter gebracht.

Montage des Injektors natürlich mit entsprechenden “Ausricht-Werkzeug”
Aber leider wieder das gleiche Bild.. links viel mehr Rücklauf als bei den anderen drei.
Die Bläschen in den Rörchen scheinen eher aus einer nicht optimalen Verbindung Schlauch/Injektor her zu rühren, als wirklich aus dem Injektor selbst zu kommen.

So… danach war ich erstmal frustriert. 😤
Jetzt, ein paar Tage später, vermute ich dass das Ventil in dem Injektor nicht so dolle funzt. Dieses hatte ich nicht im Ultraschallbad und auch nicht zerlegt. (Hab mich nicht getraut, habe aber inzwischen in verschiedenen Videos gesehen das es gehen müsste).
Also Plan für die kommende Woche:
Nochmal Injektor raus, Ventil zerlegen und alles nochmal ins Ultraschallbad. Vielleicht waren auch 10min Im Bad beim ersten Durchgang nicht ausreichend um jeden Dreck raus zu kriegen.
Dann, vor dem wieder Einbau, mal versuchen eine Druckprüfung des Injektors zu machen (Spezialwerkzeug ist schon bestellt).
Wenn der Injektor in sich dann nicht mehr dicht sein sollte, gibts zwei Optionen. Einen Reperaturkit (bestehend aus Düse+Nadel+Ventil) für den Injektor organisieren (Kosten rund 80€) oder einen neuen Injektor (rund 240€) mit dem Beigeschmack, das dieser irgendwie dem Steuergerät bekannt gemacht werden muss. Ich also eine entsprechende Diagnosesoftware brauch.
Aber vielleicht hab ich ja Glück und der zweite Reinigungs-Versuch zeigt Wirkung. Ich werde berichten!

FORTSETZUNG FOLGT…

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